The 2005 AREA II, Desert Classic

German translations thanks to Christian Wilda

So, nun sitze ich hier auf dem Flughafen von Atlanta und warte auf meinen Heimflug und spiele im Kopf noch mal diese fantastische Erfahrung des diesjährigen Area 2 Desert Classic Matches durch. Was ein super Match war dies doch!
Ich muss zugeben dass ich nicht gerade objektiv an die Sache herangehe. Ich habe dieses Match immer gemocht. Ich mag die Range in dieser speziellen Wüstenumgebung, die Leute Vorort vom Rio Salado Shooting Club mit ihrer professionellen Einstellung, und natürlich die spezielle, freundliche Atmosphäre der gesamten Veranstaltung. Es ist eins von den Wettkämpfen, die ich nicht missen möchte!

Die diesjährige Veranstaltung war wirklich etwas Spezielles. Bei einem match, welches nur aus 11 stages besteht, erwartet man eigentlich nicht so viele spektakuläre Stages. Von den 11 Stages waren 6 bis 7 von der Qualität, von der man sagen kann, sie wären jeweils die besten Stages auf einem normalen Area/Level III Match gewesen. Und dies ist wirklich eine besondere Leistung, erreicht durch die harte Arbeit und Hingabe der Mitglieder des Clubs Vorort. Welch einen super Job sie gemacht haben.

Ich habe immer gesagt, eine gute Stage ist eine, welche die Schützen anregen, nachzudenken. Eine, in welcher mehrere Möglichkeiten bestehen, in welcher man seinen Kopf anstrengen muss und wo nicht nur sein schiesstechnische Können gefragt ist. Die korrekte Planung der Taktiken und die erfolgreiche Ausführung waren immer ein Teil der Herausforderung in diesem Sport. Dieses Match war wirklich eine unglaubliche mentale Herausforderung! Es kamen Stage für Stage 28-32 Schuss Nachdenkarbeiten heraus, wo man nach einiger Zeit meinte, man „büffele für eine Examensarbeit“, wie ein Schütze mit dem ich gesprochen habe es treffend formulierte.

Es war hart! Es war herausfordernd! Es war verwirrend! Man konnte die Scheiben immer wieder von verschiedenen Positionen sehen, man konnte sich den Weg zurechtlegen, von wo man was schiessen wollte. Viele schwierige Schüsse auf kleine Trefferzonen und viele sich bewegende Scheiben waren vorhanden, eine wirkliche Herausforderung.

Manche Schützen, da bin ich sicher, waren nicht sehr erfreut. In der Vergangenheit war dieses Match, zumindest zum Teil, ein „Abladematch“. Nicht dieses Mal. Die Besichtigung der Stages am Tag vor dem Match wurde nicht zugelassen, was für uns Europäer eigentlich fast normal ist, nicht aber in den USA. Auf den meisten Stages durften die Schützen nur nach dem Briefing die obligatorischen 5 Minuten die jeweilige Übung betreten. Und dies war für die Meisten nicht ausreichend sich den besten Weg, die Stage zu schiessen, einzuprägen.
Die Open super squad startete auf Stage 2, welche eine der Schwersten des Matches war. Der Schütze musste auf einen Motorrad sitzend starten. Dann bewegte er sich vorwärts in die Schießzone und lud dabei seine Waffe. Hier bekam er einige Scheiben, 4 plates, 2 swinger, eine verschwindende Scheibe zu Gesicht...viele Positionen bei denen man präzise zu Werke gehen musste um sie alle sauber zu treffen. Die Open Leute mit ihren 29 Schuss Magazinen hatten es leichter als die in der Production Division, welche in den USA nur 10 Schuss Magazine benutzen dürfen.

In Production entwickelte sich ein enger Kampf zwischen Angus Hobdell, welcher für CZ schiesst, und Dave Sevingy, der von Glock unterstützt wird. Dave, der eigentlich auf jedem Wettkampf von Anfang an davon prescht, wurde dieses Mal von mehreren Fehlern aufgehalten, so dass Angus mit ihm mithalten konnte. Dave konnte jedoch auf der letzten Stage einen exzellenten Lauf hinlegen, Angus verlor hier einige Punkte und musste sich am Ende mit Platz 2 begnügen. Aber es war enger als sonst, wo Sevingy einen dominanten Vorsprung herausarbeitet.
In Open gab es eine kleine Überraschung mit dem Wiederauftauchen von Matt McLearn. Er ist noch in guter Erinnerung, als er 1993 für einige überraschend die Weltmeisterschaft gewann und sich ca. 2 Jahre später vom aktiven IPSC Schiessen zurückzog. Er ist nun zurück, immer noch fit und besser werdend von Stage zu Stage, den Rostansatz kontinuierlich ablegend. Andere Top Leute in Open waren JJ Racaza, Matt Burkett, USPSA President Mike Voight und Ich.

Während das Match fortschritt, entwickelte sich ein enges Rennen zwischen mir und JJ, die Führung immer wieder wechselnd, eng beisammen auf jeder Stage was die Punkte anging. Ich schoss ein sehr gutes Match, hatte meinen mentalen Fokus immer gesetzt, und beendete das Match ohne Fehler und Strafen mit nur wenigen Ds. Auf Stage 6 jedoch ereilte mich ein Desaster, ich hatte 2 Ladehemmungen welche mich insgesamt 7 Sekunden kosteten. Umgerechnet verlor ich 56 Punkte auf JJ, and das war genug. Trotzdem kämpfte ich weiter und gewonn Stages, er blieb aber cool und schoss ein exzellentes Match, vergab nicht viele Punkte an mich und gewann selbst auch ein paar Stages. Am Ende war er 40 Punkte vorn, weniger also, was mich die Störungen gekostet hatten. IPSC kann manchmal so grausam sein!

JJ Racaza, der ein wahrer Champion ist, bot mir später seine Medaille des 1. Platze an, er meinte ich hätte sie mehr verdient. Aber selbstverständlich gehörten der Sieg und der Titel verdienterweise ihm. Ich fand mich schnell mit einem knappen 2. Platz ab, und der Gewissheit, dass ich eine exzellentes Match geschossen hatte.

Die Resutate lauten:

Open:

1 Racaza, JJ         100.00%
2 Kirsch, Saul 97.25%
3 Voigt, Michael 93.43%
4 McLearn, Matthew 85.80%
5 Burkett, Matt 84.74%
6 Bednorz, Don 84.60%
7 Norris, BJ 81.28%
8 Ong, James 80.17%
9 Williamson, Brian 80.10%
10 Golembieski, Don 79.93%

Limited:

1 Leatham, Rob 100.00%
2 Butler, Taran 97.84%
3 Strader, Phil 96.82%
4 Bragg, Emanuel 93.57%
5 Neal, Kelly 93.04%
6 Hanish, Mark 89.66%
7 Avery, Ron 88.12%
8 Jonasson, Nils 86.47%
9 Seeklander, Michael 86.15%
10 Milkovich, Tim 85.03%

Production:

1 Sevigny, Dave 100.00%
2 Hobdell, Angus 97.99%
3 Anderson, Chuck 84.12%
4 Flentz, John 80.67%
5 Horsman, Steve 76.07%
6 Hill, John 73.15%
7 Goloski, Julie 71.77%
8 Swonson, Trapr 69.36%
9 France, John 68.78%
10 Buce, Les 65.93%

Gleich werde ich an Bord gehen für den 9-stündigen Flug über den großen Teich. Dies war das letzte große Match der 2005er Saison. Interessant, ich fühle mich, als hätte die Saison gerade angefangen....
Einen schönen Winter wünsche ich, trainiert ein wenig und habt eine gute Zeit.


Wie immer muss ich meinen Sponsoren danken die dies möglich machen.
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Bis zum nächsten Mal, ich wünsche Euch allen exzellentes Schiessen.
Saul Kirsch

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